Kirche St. Gumbertus

Kurzer Abriss der Geschichte der St. Gumbertus-Kirche

Die Kirche St. Gumbertus verdankt ihren Namen dem fränkischen Edelfreien Gumbertus, der 748 ein Marienkloster errichten lies, dessen Mönche die benediktinische Ordensregel „ora et labora“ folgten.
Fast 800 Jahre später wurde Ansbach unter Markgraf Georg dem Frommen 1528 durch Landtagsbeschluss evangelisch.

Die Kirche vereint bedingt durch ihre über tausendjährige Geschichte verschiedene Baustile:

  • Der älteste Teil ist die Krypta (um 1040)
  • Gefolgt von der Georgskapelle (14. Jhdt.)
  • Hoher Chor der spätrom. Hauptkirche, der Schwanenritterkapelle (16. Jhdt.)
  • Barocker Stil des Kirchenschiffs unter Leopold Retty (1738)

Nach dem Ende des Markgrafentums wurde 1806 im Rahmen der Säkularisation aus der Hofkirche eine Gemeindekirche.
Die Gemeinde umfasst heute rund sechstausend Mitglieder, die in der Kirche in einer großen lebendigen Vielzahl von unterschiedlichen spirituellen, theologischen aber auch kirchenmusikalischen Veranstaltungen einen hervorragend geeigneten Raum finden.
Erwähnenswert ist hier noch die rekonstruierte Wiegleb-Orgel.

 

Die Kirche St. Gumbertus kann für Konzerte angefragt werden, bitte füllen Sie hierfür das beiliegende Formular aus und senden es an: veranstaltungen.stadtkirchen-an@elkb.de

Für Hochzeiten und Taufen wenden Sie sich bitte an: pfarrbuero.stadtkirchen-an@elkb.de

Kirche St. Gumbertus zur grünen Nacht
Bildrechte John B. Pohler
Gumbertus Kanzel Palme
Bildrechte John B. Pohler
Gumbertus Altar Kreuz
Bildrechte John B. Pohler
Gumbertus Turm
Bildrechte John B. Pohler
Gumbertus Kanzel Taube
Bildrechte John B. Pohler
Gumbertus Kanzel Engel
Bildrechte John B. Pohler
Gumbertus Orgel
Bildrechte John B. Pohler

Ausführliche Geschichte

St. Gumbertus liegt im Herzen von Ansbach und bildet gemeinsam mit ihrer Schwesterkirche St. Johannis die Pfarrei St. Gumbertus/St. Johannis. Ihre Geschichte reicht bis in die Anfänge der Residenzstadt zurück. Benannt ist sie nach dem fränkischen Edelmann Gumbertus, der um 748 am Zusammenfluss von Rezat und Onoldsbach ein Kloster gründete, in dem Mönche nach der Benediktinerregel „ora et labora“ lebten.

Im 11. Jahrhundert wurde das Kloster in ein Chorherrenstift umgewandelt und erlebte eine Blütezeit. 1528 trat die Kirche zusammen mit der Markgrafschaft Ansbach unter Markgraf Georg dem Frommen der evangelisch-lutherischen Reformation bei – ein Schritt, der bis heute das geistliche Profil der Gemeinde prägt.

St. Gumbertus vereint verschiedene Baustile aus über einem Jahrtausend. Zu den ältesten Teilen gehören die romanische Krypta aus der Zeit um 1040, die zu den ältesten erhaltenen Bauwerken Ansbachs zählt, und die Georgskapelle aus dem 14. Jahrhundert. Aus der spätgotischen Hauptkirche ist der hohe Chor der heutigen Schwanenritterkapelle erhalten. Im 18. Jahrhundert ließ Markgraf Carl Wilhelm Friedrich von Leopoldo Retti den barocken Saalbau errichten, der bis heute den Innenraum prägt. Nach dem Ende der Markgrafschaft wurde aus der ehemaligen Hof- und Stiftskirche eine evangelisch-lutherische Gemeindekirche, deren Sprengel heute die nordöstliche Stadthälfte mit mehreren tausend Gemeindegliedern umfasst.

Bis heute ist St. Gumbertus ein Ort lebendigen Glaubens und reicher Kultur. Viele Menschen aus der Stadt und aus der Region besuchen Gottesdienste, Andachten und geistliche Angebote – die Kirche ist täglich geöffnet und lädt zum Stillwerden, Beten und Staunen ein. Überregional bekannt ist St. Gumbertus als Raum für Kirchenmusik: Konzerte der Ansbacher Kirchenmusik, Auftritte des Windsbacher Knabenchors und insbesondere Veranstaltungen der Internationalen Bachwoche finden hier in besonderer Akustik statt.